Rund 100 Menschen aus Bickendorf sind unserem Aufruf am 26.08.2025 gefolgt und haben sich vor der Baustelle „Lindweiler Hof“ eingefunden, um gegen die Baupläne der Stadt und die mangelnde Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger im Veedel zu protestieren. Am 03.09. berichtete nun der Kölner Stadt-Anzeiger über die Aktion.
Der Hintergrund: Am Lindweiler Hof, gleich neben der Rochuskirche, plant die Stadt Köln eine neue Schule für rund 1000 Schüler sowie eine Kita. Eigentlich eine gute Sache – schließlich fehlen Schulplätze. Doch viele Nachbar*innen und Künstler*innen aus dem Veedel haben erhebliche Bedenken. Die veranschlagte Fläche ist zu klein, Ausweichgebiete in unmittelbarer Nähe werden nicht berücksichtigt, der Hochwasserschutz wird als unzureichend empfunden.
Unsere konkreten Sorgen: Verkehrschaos mitten im alten Zentrum, Verlust von Grünflächen, ein massiver Baukörper, der das Ortsbild prägt.
Tatsächlich hat es in Köln schon Beteiligungsverfahren gegeben, die gut funktioniert haben – warum also nicht hier, wo es um ein historisches Gelände und das Herz des Veedels geht?
Doch nun wird von Seiten der Behörden entschieden und geplant, während die Menschen vor Ort nur zuschauen dürfen. Bürgerbeteiligung? Fehlanzeige.
Künstler wie Wolfgang Stöcker empfinden das als „bürgerfern“ und „nicht zeitgemäß“. Trotzdem treibt die Stadt ihre Pläne voran, während Bickendorf mit offenen Briefen, Aktionen und einer Menschenmenge von fast 100 Unterstützenden vor dem historischen Herrenhaus der alten Schule sichtbar protestiert.


Ob unsere Stimmen gehört werden? Noch ist es unklar. Sicher ist nur: Das Thema bewegt das ganze Viertel. Und es geht um mehr als um eine Schule –
es geht darum, wie wir als Stadt gemeinsam über unsere Zukunft entscheiden.
Danke für Euren Einsatz. Ich dachte, dass der schöne Atrium-Vorschlag gesetzt sei. Mich hat es umgehauen, als ich von dem neuen Bebauungsplan erfahren habe.
Der darf nicht umgesetzt werden, das ist ja eine komplette Verschandelung des Viertels und den Kindern geht es da so einbetoniert sicher auch nicht gut. Möchte wissen, wer sich das ausgedacht hat. Schule braucht auch oder gerade Lebensqualität.
Und es können auch nicht alle Flächen versiegelt werden. Die beiden Hochwasser 2017 und 2021 haben gereicht. Bei der unterirdischen Variante habe ich Angst, dass das Murks wird. Köln und Bauen ist ja mehr so was wie die Schildbürger, die ein Haus von innen her bauen und die Tür vergessen…